Politische Bildung in interaktiver Form


Politische Bildung in interaktiver Form
Knapp 300 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Laufen machten sich am Mittwoch vor den Herbstferien ihr eigenes Bild zu den Parteien und deren Kandidierenden bei den anstehenden Wahlen in den National- bzw. Ständerat. Dank Spontanabstimmungen via Handy konnte schnell festgestellt werden, welche Meinung bei den Jugendlichen am meisten Erfolg hatte.

 

Sabine Asprion (SP), Marc Bürgi (BDP), Janine Eggs (Grüne) Katrin Oser (EVP) Remo Oser (CVP), Christian Schlatter (GLP), Christian Thalmann (FDP) und Jacqueline Wunderer (SVP) bildeten das in jeder Beziehung ausgewogene Podium. Nach einer kurzen Vorstellung ihrer politischen Ideen und Ausrichtung ging es schnell zur Sache: Themen wie Stimmrechtsalter 16, Fahrausweis mit 16, Klimaschutz, Migrationspolitik, Legalisierung von Cannabis, das Verhältnis zur EU sowie Bildungsfragen bildeten das jugendgerechte Diskussions-Menu. Die Podiumsmitglieder hielten sich recht diszipliniert an die vorgegebenen, kurzen Redezeiten und skizzierten ihre eigenen Ideen bzw. gewisse Grundsätze ihrer Parteien. Die anschliessenden Online-Abstimmungen durch die Schülerschaft ergaben teilweise erstaunliche Resultate: So genoss das Stimmrechtsalter 16 eine relativ knappe Mehrheit, der Führerschein mit 16 wurde von der angesprochenen Jugend sogar deutlich abgelehnt. Eine Legalisierung von Cannabis würde von der Jugend angenommen, eine grössere Minderheit zeigte sich jedoch ablehnend. In der Klima- und Einwanderungspolitik zeigte sich eine recht grosse Zustimmung zu der aktuell geführten Politik. Besonders interessant war die letzte Abstimmung: analog zu der Politrunde auf der Bühne würde eine Mehrheit der Schülerschaft begrüssen, wenn inskünftig eine Schweizer Maturität ein obligatorisches Semester an einer Schule einer anderen Nationalsprache vorsähe. Offenbar wird der an der eigenen Schule geführte bilinguale Maturitätslehrgang als sinnvolle und richtungsweisende Schulform anerkannt.